Last update: 14 Mrz 06
Das Telefon im Wandel des Zeitgeschmacks
Farbe und Design von Telefonapparaten
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Entsprechend dem Zeitgeschmack um 1900 wurden von privaten Telefongesellschaften zum Teil sehr aufwendig gestaltete Fernsprechapparate angeboten. Foto: Postmuseum Frankfurt a.M. |
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Die Firma Siemens & Halske brachte 1954 ein Telefon mit einer für die damalige Zeit sehr ungewöhnlichen Form- und Farbgebung heraus. Die meisten Telefone hatten damals eine schwarze Gehäusefarbe. Erst Ende der 50-er Jahre wurden die Telefone in Deutschland grau und in den darauf folgenden 60-er und -70-er Jahren wurden die Geräte in den verschiedensten Farbtönen geliefert. Seit den 20-er Jahren gab es neben den schwarzen Apparaten auch einige elfenbeinfarbige Telefone, die gegen Aufpreis geliefert wurden.
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Siemens & Halske entwickelte in den 30-er Jahren das Modell 36. Mit kleinen Veränderungen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg daraus das Modell W48. Der Apparat wurde bis Anfang der 70-er Jahre noch als Standardapparat von der Bundespost ausgeliefert. Der W48 ist der VW-Käfer unter den Telefonen. Viele kennen ihn noch von früher oder haben noch einen, den sie "lieben" oder noch in Betrieb haben. |
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Auszug aus dem Werbeprospekt von 1954: "Neuer Tischfernsprecher in verschiedenen Farben" Die Farbe nach Wahl Der schwarze Fernsprecher wirkt in jeder Umgebung neutral und wird sehr häufig verwendet. Vielfach bevorzugt man heute farbige Fernsprecher; besonders die elfenbeinfarbene Ausführung gehört in Hotels, Sanatorien und in den Praxisräumen des Arztes bereits zum gewohnten Bild.
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Hellen, freundlichen Büros und modern eingerichteten Wohnungen wird man gern durch die Farbe des Fernsprechers eine besondere Note verleihen. Für besondere Wünsche ist eine maronrote und resedagrüne sowie eine hellgraue Ausführung vorgesehen. Die Wählscheibe besteht bei
allen Ausführungen aus durchsichtigem, wasserhellem Kunststoff, der den
Blick auf das darunter liegende Ziffernfeld frei lässt. Das Ziffernfeld
wird mit weißen Ziffern auf schwarzem Grund oder auf besonderen Wunsch
auch mit roten Ziffern auf elfenbeinfarbenem Grund geliefert. Quelle: Siemens & Halske 1956 |
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Telefonapparat
"Grillo" (1965)
Infolge der möglichen Miniaturisierung der Bauteile und der damit verbundenen Freiheitsgrade für die Formgebung konnte man folgende Ziele verwirklichen: einteiliges Gerät mit möglichst kleinen Ausmaßen, bequeme Handhabung sowie formschöne, zweckmäßige und weitgehend umgebungsneutrale Linienführung. Entwurf von Richard Sapper in Zusammenarbeit mit Marco Zanuso Hersteller: Siemens Italien
Foto: O.Warrelmann |
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